Dachdecker-Auszubildende bei den Special Olympics
Die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres haben am 18. Juni 2010 an ihrem Berufsschultag einen Einsatz als Helfer bei den Special Olympics, der Olympiade für Geistig- und Mehrfachbehinderte mitgemacht. Die Special Olympics fanden in diesem Jahr in Bremen statt. Per Mertesacker von Werder Bremen hatte die Schirmherrschaft übernommen. 5 Tage lang gab es Wettkämpfe und Spiele vor allem in der Pauliner Marsch, im Schatten des Weser-Stadions.
Herr Mattis vom Organisationsbüro der Spiele war vorher in der Schule, um die Auszubildenden auf ihren Einsatz vorzubereiten. Vor allem wurde besprochen, was man beim Umgang mit Behinderten berücksichtigen muss.
Gemeinsam mit Helfern vom Zentrallager der Firma Würth aus Heilbronn (sie waren mit ca. 100 Mitarbeitern und Azubis für 5 Tage angereist!), betreuten die Azubis die Behinderten an Stationen wie Hindernislauf für Rollstuhlfahrer, Dosenwerfen oder Tauziehen.

Die Azubis haben ihre Aufgaben nach anfänglicher Scheu prima gelöst. Es gab keine Probleme bei der Verständigung mit den Behinderten und auch nicht mit den Helfern von Würth.
Der Einsatz war ein gelungenes Beispiel dafür, wie Dachdecker bereit sind, soziale Verantwortung zu tragen!
Hans-Dieter Kisse

Betriebsbesichtigung der Ziegelwerke Jacobi
Am 9. Juni ist die Da 08 gemeinsam mit den Fachlehrern Herrn Dehs, Herrn Röpke und Herrn Kisse zu einer Besichtigung der Ziegelwerke Jacobi nach Bilshausen gefahren. Bilshausen liegt nicht weit weg von Göttingen im ehemaligen Zonenrandgebiet. Jacobi hat nach Öffnung der Mauer vom Bauboom im Osten profitiert und konnte die Produktionsanlagen stark erweitern, sodass heutzutage über 60.000 Ziegel pro Tag hergestellt werden können.
Der Außendienstmitarbeiter für den Bereich Bremen, Herr Manuel de las Casas dos Santos und der Betriebsleiter Herr Teichert haben uns mit einer Tasse Kaffee empfangen. Als erstes gab es eine kleine Einführung über die Firma und ihre Produktpalette, dann wurde jeder mit Kopfhörern ausgestattet und Herr Teichert zeigte uns die Produktion. Die Auszubildenden konnten als erstes die unterschiedlichen Tone sehen und in die Hand nehmen. Es folgte die Aufbereitung des Tons im Kollergang mit seinen tonnenschweren Walzen. Danach wurden uns die verschiedenen Pressen gezeigt, die Trockenkammer und dann das Herzstück der Fabrik, der Brennofen. Interessant waren die verschiedenen Engoben und Glasuren, die die Firma Jacobi im Angebot hat. Zur Mittagszeit wurden wir in der Kantine zum Essen eingeladen. Danach ging es dann noch mal mit Herrn Aschoft ins Labor. Er zeigte uns die Qualitätsprüfungen, die die Firma mit den Ziegeln durchführt und wir konnten sehen, wie die Engoben und Glasuren zusammengestellt werden.

Die Auszubildenden äusserten sich durchweg zufrieden über die Besichtigung. Wir bedankten uns bei den Herren de las Casas, Teichert und Aschoft für die nette und kompetente Führung. Dank der Unterstützung durch den Förderkreis, wurde der finanzielle Beitrag jedes Einzelnen für die Busfahrt in Grenzen gehalten.
Hans-Dieter Kisse


Brandschutzunterweisung
„Die Dachdecker sind unsere besten Kunden.“ So begrüßte uns Herr König auf der Feuerwache 5. Gerade hatten seine Kollegen den Einsatz bei einem Dachstuhlbrand hinter sich gebracht. Aber er stellte auch sofort sein Anliegen vor, dass es nicht so sein muss.
Nach einer Einführung in die Strukturen der Bremer Feuerwehr, wurde den Auszubildenden der Klasse Da 07 einiges zum Thema Brennbarkeit, Branntentstehung und Löschmethoden vorgestellt. Herr König verstand es, durch einen lebendigen Vortrag seine Zuhörer zu fesseln und mit einigen geglückten Schauexperimenten die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Da flog nach einer Staubexplosion das Dach von einem Modellhäuschen auf und Gas floss unsichtbar aber gefährlich eine Rinne hinunter bis zu einer kleinen Flamme – Puff!

Doch grau ist alle Theorie: Dem Vortrag folgte die praktische Übung mit Feuerlöschern auf einem Freigelände der Feuerwehr im Hafengebiet. Jeder der Auszubildenden konnte die Handhabung eines Pulverlöschers selbst ausprobieren und erfahren, wie stark er arbeitet und wie lange er löscht. Da hieß es nicht nur, einfach draufhalten, sondern das brennende Material musste gezielt von vorne und von unten her mit dem Pulver abgedeckt werden.
Feuer ist teuer – das gilt sowohl für einen Branntschaden als auch für die Investition in eine solch aufwändige Brandschutzübunng. Aber es ist gut angelegtes Geld, wenn man bedenkt, was durch richtiges Reagieren und Handeln zu verhindern ist. Die Auszubildenden waren einhellig der Meinung: Es hat sich gelohnt.
L. Dehs
Ersthelferkurs für die Klasse Da 07
Haben Sie schon einmal eine Dachdeckerklasse im 3. Ausbildungsjahr dazu angeregt, sich gegenseitig die Köpfe zu verbinden? Das lockert auf! So geschehen im Schulzentrum an der Alwin-Lonke-Straße im Rahmen eines Ersthelferkurses, durchgeführt vom Deutschen Roten Kreuz.
Es ist ja nicht nur für die Betriebe gefordert, sondern es sollte auch die Mitmenschlichkeit gebieten, dass jeder seine Kompetenz zur Erste-Hilfe-Leistung auf dem Laufenden hält. So denkt auch der Förderkreis und findet in dem Schulzentrum an der Alwin-Lonke-Straße einen Partner, der für eine Unterweisung den zeitlichen Rahmen mit zur Verfügung stellt. 16 Stunden Ersthelferkurs an zwei Tagen für die anstehenden Abschlussklassen, die wollen in der Terminplanung untergebracht werden.
Am 4. Mai kam Herr Freyhoff vom Deutschen Roten Kreuz mit Sack und Pack in das Schulzentrum zum ersten Unterweisungstag. Er war nicht nur gut ausgerüstet, sondern verstand es auch, die rechte Balance zwischen theoretischem Vortrag und praktischen Übungen zu finden. Als es darum ging, die wesentlichen Handgriffe zu trainieren, mussten alle mit ran – auch die anwesenden Fachlehrer Herr Kisse und Herr Dehs waren in die Aktionen integriert.
Auch am zweiten Tag des Kurses, der in der Niederlassung des Deutschen Roten Kreuzes in Hastedt stattfand, kam keine lange Weile auf. „Es zeigt sich immer wieder“, kommentiert Herr Freyhoff den Kursverlauf, „wenn nach einigen Stunden erste Ermüdungserscheinungen aufkommen, dann bringen die Kopfverbände wieder den rechten Schwung.“ Recht hatte er und am Ende konnten alle Teilnehmer die ersehnte Ersthelfer-Urkunde entgegennehmen.
Die Berufsgenossenschaft fordert, alle zwei Jahre das Ersthelfer-Wissen durch einen neuen Kurs wieder aufzufrischen. Das Deutsche Rote Kreuz ist dafür eine gute Adresse.
L. Dehs


Arbeitserleichterung durch Dachbausoftware
"Bremer Dachdecker haben es gut. Hier regnet es am wenigsten in Deutschland. In Hamburg regnet es auch wenig, dafür aber immer. Die im Süden haben da mit ganz anderen Wassermengen zu tun und müssen bei den Dächern entsprechend vorsorgen."
Mit leicht provokanter Art und schwäbischen Dialekt verstand es Markus Friedrich (Datentechnik), ein verhältnismässig "trockenes" Thema ansprechend rüberzubringen. Zahlreiche Zwischenrufe und gezielte Fragen zeigten das Interesse an seinen Ausführungen zur Wahl der richtigen Dachbausoftware. Im Grollander Krug erklärte er informativ die Programme zum Steil- und Flachdach.
Den meisten war danach klar, dass es sehr gute Hilfen bei der Berechnung von Gefälledämmung, Entwässerung, Bauphysik, Windsog, Befestigung etc. gibt. "Massenermittlung durch schnelle und einfache Eingaben", waren die Schlüsselworte des Referenten. "Die Programm-CD hol ich mir" war im Nachhinein zu hören, und wer nicht dort war, hatte versäumt etwas über Arbeitserleichterung zu erfahren.
